Wo kommt sie her? Wie wächst sie? Ist sie wirklich eine Nuss oder nicht doch eher eine Frucht? Fragen über Fragen. Hier kommt die Aufklärung.

Erstmalig im 16. Jahrhundert in Brasilien entdeckt, wachsen dort auch heute noch am meisten Cashewbäume. Aber nicht nur dort. Heutzutage ist die Cashewnuss auf der ganzen Welt zuhause. Jedoch ist sie ihrer Heimat treu geblieben und so können wir auch heute noch riesige Plantagen in Brasilien vorfinden.

Die Herkunft des Nierenbaums

Einst von den portugiesischen Eroberern entdeckt, ist es keine große Überraschung, dass sie auch der Namensgeber der Nuss waren. Nun könnte man meinen, dass die Weltentdecker von der langen und beschwerlichen Reise nicht mehr klar denken konnten.

Abgeleitet von „Caju“ bedeutet Cashew „Nierenbaum“.

Ein genauer Blick und die Ähnlichkeit ist klar.

 

Wirft man nur einen schnellen Blick auf den Cashewbaum, könnte man fast meinen die Cashewnuss ist eine Frucht. Die Nuss, die wir für gewöhnlich essen, wächst nämlich unterhalb des Cashewapfels. Allerdings ist dieser fälschlich geglaubte Apfel nur eine Scheinfrucht. Wenn man es ganz genau nimmt, ist dieser lediglich ein etwas zu dick geratener Fruchtstiel.

Die Ernte – mühevolle Handarbeit

Hierzu wird die vermeintliche Frucht allerdings nicht von dem Cashewbaum gepflügt, sondern es wird abgewartet bis der Cashewapfel samt Nuss von selbst abgefallen ist. Der wirklich schwierige Part ist den Kern von der Schale zu lösen. Für den konventionellen Markt wird hier die Nuss inklusive der Schale mit Dampf bearbeitet, um so an den Nusskern zu gelangen. Die von uns verwendeten Nüsse werden in Handarbeit aufgebrochen.

100 g pro Tag reichen, um den Tagesbedarf eines Erwachsenen abzudecken.

Nun sollte man meinen diese in den Tropen durchaus schweißtreibende Arbeit sollte sich rein aus ernährungstechnischen Gründen lohnen. Und so ist es. Die Cashewnuss enthält pro 100 g knapp 20 g Protein und für eine Nuss nur rund 42 g Fett. Besonders wird sie aber vor allem durch ihren hohen Anteil an Magnesium und Tryptophan. So enthalten 100 g Cashewkerne rund 270 mg Magnesium, laut DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) benötigen Erwachsene 300-400 mg Magnesium am Tag – mit den leckeren Nüssen sollte es kein Problem sein die Tagesdosis zu erreichen.

Stimmungsaufhellend. Schlaffördernd. Die Cashewnuss – ein absoluter Alleskönner.

Ganz besonders toll ist das in der Cashewnuss enthaltene Trypthophan. Es ist einer jener Aminosäuren, welche der Körper nicht selbst herstellen kann und somit über die Nahrung zugeführt werden muss. Tryphtophan wird in unserem Körper zu Serotonin umgewandelt, was stimmungsaufhellend und schlaffördernd wirken kann. Also am besten abends genießen. Abhängig von den Umständen benötigt der Mensch rund 3,5-6 mg Tryphtophan pro kg Körpergewicht. Eine rund 60 kg schwere Frau benötigt somit 210-360 mg Tryphophan pro Tag. Mit 100 g Cashewkerne (enthalten 293 mg Tryphophan) kannst du also auch hier leicht deinen Tagesbedarf decken.

Und das schönste an der Cashewnuss – sie ist unglaublich vielseitig. Egal ob als Cashewmus, geröstet oder in Rohform. Die „Nierennuss“ überzeugt einfach immer. Also traut euch! Probiert Cashews auch einmal als Bestandteil eines Kuchenbodens oder einer Dessertcremé aus. Wir können euch versichern – ihr werdet begeistert sein und der Nuss von da an einen festen Platz auf eurem Einkaufszettel widmen!

Related Posts

  • Superfood

    Superfood – in aller Munde oder doch nur ein Marketing Gag? Und wo...
  • Leinsamen

    Sicherlich kennst auch du Leinsamen, zumeist stehen sie bei unseren Großeltern im Küchenschrank...
  • Die Mandel

    Allroundtalend? Mandeln gibt’s doch nur im Nikolaus-Säckchen und zu Weihnachten? Was soll man...